Noch ein Podium auf dem Lausitzring

Nach der Ankunft am Eurospeedway war uns schnell klar, dass wir einen erneuten Reifenpoker wie am Nürburgring nicht befürchten mussten. Bei sommerlichen Temperaturen und strahlend blauem Himmel startete ich am Freitag Morgen ins Qualifying.

Ich entschied mich anfangs mit neuen Reifen zu fahren um eine erste Zeit zu fahren um dann später mit neuen Reifen richtig angreifen zu können. Bereits in meiner dritten Runde hatte ich den derzeitigen Tabellenführer Damian Sawicki vor mir, der bereits mit neuen Reifen unterwegs war. Ich konnte mit meinen gebrauchten Reifen an ihm dranbleiben und fuhr sogar zu diesem Zeitpunkt schneller. Ich entschloss mich nach dieser Runde an die Box zu kommen und holte mir ebenfalls neue Reifen ab um meine Zeit nochmals zu verbessern. Kurz darauf fuhr ich meine schnellste Runde, mit der ich mich mit nur einer Zehntel-Sekunde für den dritten Startplatz qualifizierte. Leider hatte ich in genau dieser Runde einen Fehler gemacht, der mich zwei Zehntel-Sekunden kostete, ohne diesen Fehler wäre die Pole-Position für mich erreichbar gewesen. Von der Pole startete Thomas Marschall, gefolgt von Damian Sawicki.

Im Samstagsrennen verlief mein Start sehr gut und ich setzte mich noch auf der Start-und Zielgeraden hinter Thomas Marschall, der keinen sehr guten Start hatte, deshalb musste ich kurz vom Gas gehen und wurde so von Shane Williams überholt und lag somit auf Platz 4. Ich konnte an Williams dranbleiben und startete einige Angriffe, doch Williams blockte und ich hätte ihn nur mit größtem Risiko überholen können. Sechs Runden vor dem Ende des Rennens spürte ich starke Vibration im Lenkrad und ich konnte fast nicht mehr in die Kurven einlenken. Es kündigte sich ein Reifenschaden meines rechten Vorderreifens an. Mit größter Mühe konnte ich meinen SEAT auf der Strecke halten. Durch diesen Reifenschaden rückten auch meine Kontrahenten näher an mich heran. In den letzten Runden musste ich mich gegen heftige Attacken vom Schweden Andreas Simonsen wehren, der in der letzten kurve auch innen neben meinen SEAT Leon fuhr. Ich konnte jedoch mehr Schwung aus der Kurve mitnehmen und konnte das Foto-Finish für mich entscheiden. Ich war überglücklich, dass mein Reifen gehalten hat und dass ich sogar noch meine Position verteidigen konnte

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Zieleinlauf knapp vor Simonsen

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Mein malträtierter Reifen nach dem Rennen


Beim Rennen am Sonntag startete ich wieder von Platz drei hinter Andreas Simonsen und dem Schweizer Philip Frommenwiler. Ich hatte wieder einen guten Start, währen der hinter mir startende Shane Williams einen zu guten Start hatte. Er konnte sich zwar direkt von Platz vier kommend an die Spitze setzen, musste aber eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Frühstartes antreten. Noch in der ersten Kurve konnte ich Andreas Simonsen hinter mir lassen und fing an Frommenwiler zu attackieren. Doch dieser blockte mit der Folge, dass wir langsamer wurden und unsere Gegner auf uns aufschlossen. Ich entschied mich vorerst nicht mehr zu attackieren und den Vorsprung wieder etwas auszubauen. Bei einem späteren Angriff auf Frommenwiler strapazierte ich meine Reifen im Windschatten zu stark und musste mich etwas von Fommenwiler zurückfallen lassen. Ich lag auf Platz zwei und wurde gegen Ende des REnnens, wie schon am Vortag von Anreas Simonsen angegriffen, den ich aber vorerst hinter mir halten konnte. Wie am Vortag attackierte Simonsen in der letzten Kurve, nur dass er diesmal das Foto-Finish für sich entscheiden konnte. Es ist zwar schade für mich, dass ich meinen zweiten Platz nicht ins Ziel retten konnte, ich bin jedoch auch über den dritten Platz keinesfalls unglücklich und konnte mich über mein zweites Podium in dieser Saison freuen.

In der Gesamtwertung liege ich nun mit 58 Punkten wieder auf Platz drei hinter Andreas Simonsen und dem Tabellenführer Damian Sawicki. Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und freue mich auch weiterhin bester Deutscher und gesamt Dritter zu sein.