Christian Bebion beendet die SEAT Leon Supercopa Saison als bester Deutscher

Auf der verkürzten Strecke ohne die Spitzkehre am Ende der Parabolika mit einer länge von 3,736 Kilometer absolvierten die SEAT Piloten zunächst das freie Training. Christian Bebion (Hammel Rennsport Service) belegte er mit einer Zeit von 1:37,795 Minuten den dreizehnten Platz. Das Qualifying für das Rennen hatte sich für Bebion bereits nach wenigen Meter erledigt nachdem Peter Scharmach in der neuen Querverbindung in den rot-blauen Seat des Grafenauer rein fuhr und das Auto nicht mehr fahrbereit war und hatte keine gezeitete Runde. Das Team rund um Albert Hammel konnte das Auto noch bis zum Start wieder instand setzen und die Rennleitung lies Christian Bebion von hinten starten. Somit war es schwierig den vierten Gesamtplatz zu verteidigen.

Das Rennen am Samstagnachmittag war auf 15 Runden angesetzt. Christian Bebion hatte einen guten Start und startete eine Aufholjagd. Runde um Runde konnte er Plätze gutmachen und überquerte auf Rang vier die Ziellinie. Mit diesem Resultat hielt er die Chance auf Platz vier in der Gesamtwertung weiterhin offen. Sieger wurde sein direkter Mitstreiter um Platz vier, der Tscheche Petr Fulin.

Am Rennsonntag stand dann Christian Bebion auf dem dritten Startplatz. Als die Startampel bereits auf rot geschaltet war signalisierte Bebion dem Rennleiter per Handzeichen und Lichthupe das er ein Problem hat. Der Start wurde abgebrochen und sein Auto in die Boxengasse geschoben. Die Mechaniker arbeiteten fieberhaft am Fahrzeug während das Starterfeld in der Einführungsrunde war. Man bekam das Problem in Griff und Bebion konnte dem Feld hinterher starten, lag aber weit hinten. Christian Bebion kämpfte um jeden Meter und überquerte nach 16 Runden auf Platz elf die Ziellinie. Dennoch verlor er mit nur einem Punkt den vierten Meisterschaftsplatz und beendet die Saison auf Platz fünf.

Christian Bebion: „So hatte ich mir das Finale nicht vorgestellt. Aufgrund meiner Prüfungen konnte ich nicht am Testtag eine Woche vor dem Rennen teilnehmen. Im freien Training haben wir noch einiges getestet und waren zuversichtlich für das Qualifying aber das machte Peter Scharmach bereits in der ersten Runde zunichte als er mir voll in das Auto krachte. Mein Team hat das Auto dann bis zum Rennen reparieren können aber von hinten zu starten ist natürlich nicht das optimale. Dennoch verlief das Rennen noch richtig gut und konnte auf Platz vier die Ziellinie überqueren aber Petr siegte und es wurde eng für den zweiten Lauf. Die Ausgangsposition mit Startplatz drei war gut, doch in der Startaufstellung kurz vor dem Start war der Motor aus und sprang nicht mehr an. Wie sich nachher heraus stellte, war ein Schlauch vom Ladeluftkühler abgesprungen. Ich bin nachgestartet, habe alles gegeben aber mehr wie Platz elf war leider nicht möglich und mit Rang drei von Petr habe ich den vierten Meisterschaftsplatz um einen Punkt verfehlt. Dennoch bin ich noch bester Deutscher und konnte den Vorjahresmeister Thomas Marschall hinter mir lassen.“

Nach 15 Saisonrennen sammelte Andreas Simonsen (Schweden) 200 Punkte. Genug für den Titel des SEAT Leon Supercopa Meisters 2010. Damian Sawicki (Polen) wurde mit 182 Punkten Vizemeister. Shane Williams (Südafrika) belegte nach einem dramatischen Saisonfinale und 180,5 Punkten Gesamtrang drei vor dem Tschechen Petr Fulin (134), Christian Bebion (133) und Thomas Marschall (132). Den Titel des besten Rookies sicherte sich Philipp Frommenwiler vor Max Sandritter und Elia Erhart.   

TSP/
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