Norisring

Im freien Training sah es für mich noch gar nicht so gut aus. Nur den 14. Platz konnte ich verbuchen.
Doch bereits im Qualifying sah Alles ganz anders aus. Zu beginn hatte ich Schwierigkeiten die Zeiten der Spitze mitzugehen. Erst gegen Ende der Session konnte mir den dritten Startplatz sichern. Für mich war das eine Super Ausgangsposition, da man am Norisring einfach Vorne stehen muss, da das Überholen auf dem engen Stadtkurs bei der Leistungsdichte im Fahrerfeld sehr schwer ist.
Dem Start fieberte ich bei typischer Norisring-Hitze im Auto entgegen. Direkt nach dem Erlöschen der roten Ampel konnte ich bereits an Thomas Marschall vorbei ziehen und befand mich auf Position zwei bei der Anfahrt auf die Grundig-Kehre. Den zweiten Platz behielt ich aber nur bis zum Ausgang der Grundig-Kehre, als sich Alexander Rambow vor mir einsortierte. Rambow, der einen Wahnsinnsstart hatte, umging den „Stau“ auf der Innenbahn und fuhr außen an Allen vorbei. Bereits während der ersten Runde wurde ic dann von Shane Williams attackiert, der allerdings keinen ernsthaften Angriff setzen konnte. Nach einigen Runden konnte ich mich etwas von Williams absetzen, als das Safety-Car zum Einsatz kam. Der Grund Hierfür war ein Unfall des Gaststarters Ferenc Nagy, der seinen SEAT im Bereich der Dutzendteich-Kurve in die Reifenstapel versenkte. Durch das Safety-Car kam auch Williams wieder an mich heran, doch ich konnte den Restart für mich entscheiden und auch danach konnte ich mich wieder von Williams lösen. Ich war dicht hinter Rambow, konnte aber nicht attackieren, da mein Motor bei zu langer Fahrt im Windschatten immer wieder überhitzte. Ich war zwar schneller als Rambow, entschied mich aber, kein Risiko einzugehen und blieb dahinter. Bis plötzlich das Rennen ganz kurz vor Schluss des regulären Endes abgebrochen wurde. Diesmal schied Thomas Marschall aus, nachdem seine Bremse überhitzte und er in die Leitplanke schoss. Er blieb bei diesem Unfall zum Glück unverletzt.
Somit siegte Andreas Simonsen vor Alexander Rambow und ich belegte Rang 3.

Am Sonntag morgen startete der SEAT Leon Supercopa mal wieder bei unklaren Wettervoraussichten. Es hatte nämlich über Nacht geregnet, die Strecke war noch nass, es sollte aber kein neuer Regen hinzukommen. Von Platz 4 aus startend entschied ich mich, wie fast das komplette Feld das Rennen auf Slicks zu starten, da ich erwartete, dass die kurze Strecke sehr schnell abtrocknen würde. Der Einzige, der sich gegen diese Taktik entschied war Andreas Pfister, der am Samstag den sechsten Platz belegte und nun aufgrund der umgekehrten Startreihenfolge von Platz 1 startete. Beim Start hatte ich, wie der Rest des Feldes große Probleme mit der Traktion. Zu Beginn griff ich Shane Williams an, konnte ihn aber nicht überholen. Williams zog seinerseits an seinem Teamkollegen Max Sandritter vorbei und setzte sich ab. An dieser Reihenfolge hat sich bis ins Ziel nichts mehr geändert und ich blieb auf meinem 4, Platz.

In der Meisterschaft führt nun Andreas Simonsen mit 94 Punkten vor Damian Sawicki mit 86 und ich liege auf Platz 3 mit 84 Punkten.