Nürburgring

Zum zweiten mal nach dem 24h-Rennen reiste ich in diesem Jahr in die Eifel und die Reise sollte belohnt werden.
Bereits am Freitag im freien Training fühlte ich mich auf der Strecke sehr wohl und konnte mir die Bestzeit sichern.

Mit (zu) viel Euphorie startete ich dann samstags ins Qualifying. Anfangs auf gebrauchten Reifen fuhr ich erneut absolute Bestzeit und war voller Zuversicht dies auch mit neuen Reifen zu tun. Doch ich war zu verbissen und überfuhr meine neuen Reifen, so dass am ende „nur“ die sechste Position für mich heraussprang.

In das Samstagsrennen startete ich mit dem festen Vorsatz meinen Patzer aus dem Quali wieder gutzumachen und einige aufzuholen. Direkt nach dem Start griff ich den vor mir fahrenden Petr Fulin an. Der Tscheche erlaubte sich jedoch keinen Fehler und fuhr absolute Kampflinie. Durch unsere Auseinandersetzung kam Thomas Marschall an mich heran und attackierte mich das ganze Rennen über. Wir kämpften beide sehr verbissen um die sechste Position, das sie gleichbedeutend mit dem ersten Startplatz für den Sonntag war. Am ende konnte ich Platz 6 ins Ziel retten und freute mich auf den ersten Startplatz am Sonntag.

Am Sonntag morgen regnete es in der Eifel und ein dichter Nebel hing über der Strecke. Dies war Grund genug das Rennen des SEAT Leon Supercopa vorerst zu streichen und es auf den Nachmittag zu verlegen. Also war erstmal warten angesagt im SEAT Fahrerlager. Der ganze Nachmittag war von schönem Wetter gekennzeichnet, bis.... ja bis der SEAT Leon Supercopa startete. Kurz vor dem Rennen kam ein richtiger Platzregen auf den Nürburgring herunter, der auch nicht mehr aufhören wollte. Also startete das Rennen hinter dem Safety-Car, welches aufgrund des schlechten Wetters, das Rennen fast nicht mehr freigeben konnte. Doch dann war es endlich soweit, die Lichter am Safety-Car erloschen und ich bereitete mich auf den fliegenden Start vor. Die erste Runde fuhr ich extrem vorsichtig, da wir zuvor an diesem Wochenende nur unter trockenen Bedingungen unterwegs waren und ich noch herausfinden musste wo das Limit im Regen liegt. Ich bekam in der ersten Runde viel Druck von Williams, der einige Male uzum Überholen ansetzte. Aber in den nächsten Runden (insgesamt waren es nur 4) konnte ich ans Limit gehen und fuhr innerhalb von nur zwei Runden einen Vorsprung von über 2 Sekunden auf Williams heraus und fuhr somit meinen ersten Sieg im SEAT Leon Supercopa ein. Wegen der langen Zeit hinter dem Safety Car wurde zwar nur die halbe Punktzahl vergeben, doch mit dem Sieg und der schnellsten Rennrunde bei diesen schwierigen Bedingungen habe ich trotzdem das absolute Maximum aus diesem Rennen herausgeholt.

In der Meisterschaft führt nun Andres Simonsen mit 114 Punkten vor Damian Sawicki mit 110 Punkten und vor mir mit 103 Punkten.

Schade dass es nicht mehr Punkte für den Sieg am Sonntag gab, denn dann hätte die Tabelle anders ausgesehen. Nichts desto trotz freue ich mich, dass ich immer noch sehr gute Chancen auf den Titel habe.